„Ich gehe selten so aufgeladen und berührt aus einer Veranstaltung. Aber es ist genauso ein Abend: Frauen, die füreinander einstehen. Frauen, die anpacken. Frauen, die zeigen, dass politische Kraft nicht laut sein muss, sondern echt. Danke, liebe Claudia - Du hast mich und viele andere mitgerissen. Creußen kann sich glücklich schätzen“, resümierte die Landratskandidatin Stephanie Hartmann-Erdal, in ihren Schlussworten anlässlich der SPD Nominierungsversammlung in Creußen.
Bei der gut besuchten Veranstaltung begrüßte Ortsvereinsvorsitzende, Claudia Stapelfeld, die Mitglieder und Gäste. In einer emotionalen Rede, bei der sie nochmals ihre Beweggründe zur Kandidatur als erste Bürgermeisterin erklärte, erhielt sie für ihre Agenda 2026 und den Mut die Standing Ovations der Anwesenden. Sie wurde einstimmig als Bürgermeisterkandidatin nominiert.
Im Anschluss erfolgte die Aufstellung der 16 Bewerberinnen und Bewerber für die Stadtratswahl. Dabei hoben Stapelfeld und die Versammlungsleiterin, Silke Winkelmaier, die starke Frauenpräsenz der Liste hervor. „Wir sind sehr stolz darauf, eine offene Liste zu sein und auch wieder das Kandidaten/innen ohne Parteibuch Interesse an unserer Arbeit zeigen.“
Ferner hoben beide hervor, dass die Liste eine gesunde Mischung aus Jung und Alt sei sowie Erfahrung und Motivation aus allen Berufsgruppen biete. Die Kandidierenden stellten ihre Visionen für Creußen selbst vor. Angeführt wird die Liste von Bürgermeisterkandidatin Claudia Stapelfeld. Auf Platz zwei kandidiert der Kassier und Sozialrechtsberater, Johannes Kasel, gefolgt von Tanja Korte und den stellvertretenden Vorsitzenden Günther Schäffler, gefolgt von vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus den unterschiedlichsten Berufen und Altersgruppen. Bei der anschließenden Wahl zeigte der SPD Ortsverein einstimmige Geschlossenheit und schenkte den Kandidierenden das Vertrauen.
1 Stapelfeld, Claudia, Verwaltungsfachangestellte
2 Kasel, Johannes, Sozialrechtsberater
3 Korte, Tanja, Hausfrau
4 Schäffler, Günther, Servicemitarbeiter i. R.
5 Walter, Marion, Sozialversicherungsfachangestellte i. R.
6 Kolb, Thomas, Vertriebsmanager i. R.
7 Schäffler, Doreen, Einzelhandelskauffrau
8 Korte, Christian, Sachbearbeiter Krankenkasse
9 Schäffler, Jeanette, Fleischereifachverkäuferin
10 Koch, Stefan, Verwaltungsbeamter a. D.
11 Weih, Ulrike, Förderlehrerin a. D.
12 Stapelfeld, Mike, Verwaltungsbeamter
13 Korte, Niklas, Pflegefachkraft
14 Spröde, Peter, Rektor a. D.
15 Zrenner, Hans-Jürgen, Steuerfachangestellter i. R.
16 Behr, Hansjorg, Beamter a. D.
Ersatzkandidat:
17 Hopf, Hermann, Förderlehrer a. D.
Mit breiter Brust standen die 35 Delegierten bei der Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl des SPD-Kreisverbandes Bayreuth-Land im Sportheim des SV Weidenberg hinter ihrer nun offiziell aufs Schild gehobenen Landratskandidatin Stephanie Hartmann-Erdal. Unter großem Applaus verkündete Wahlleiter und SPD-Bezirksgeschäftsführer Oliver Jauernig das einstimmige Votum für die 49-jährige Medienfachwirtin aus Weidenberg. Auch die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten für den Kreistag wurde von den Delegierten einstimmig beschlossen.
Für den SPD-Ortsverein Creußen gehen für den Kreistag ins Rennen:
Platz 7: Claudia Stapelfeld, Verwaltungsfachangestellte,
Platz 33: Tanja Korte, Selbstständige und Familienmanagerin,
Platz 38: Johannes Kasel, Diplom-Verwaltungswirt (FH), Sozialrechtsberater VdK,
Platz 54: Christian Korte, Krankenkassensachbearbeiter.
Hier geht's zur Liste aller Kandidatinnen und Kandidaten
„Wir sind froh und glücklich, mit Stephanie Hartmann-Erdal eine gleichermaßen kompetente, wie sympathische und zupackende Persönlichkeit für das Amt der Landrätin den Wählerinnen und Wählern anbieten zu können“, freute sich die Kreisvorsitzende Silke Winkelmaier, die sich in ihrer Begrüßungsrede einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen konnte. „Wenn sich die CSU rühmt, auf den ersten vier Plätzen 50 Prozent Frauenanteil zu haben, dann kann ich nur müde lächeln. Unsere Liste ist bis Platz 35 quotiert. Und da am Wahltag im kommenden März auch internationaler Frauentag ist, freut es mich umso mehr, dass wir mit einer Landratskandidatin an der Spitze der Kreistagsliste in den Wahlkampf ziehen können“.
Stephanie Hartmann-Erdal stehe mit ihrer Kandidatur für eine Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt stelle und für gemeinsame Ideen statt für persönliche Egos kämpfe. „Mit ihrer konstruktiven Art und ihrer positiven Grundhaltung wird sie Weichen stellen für die Zukunft unseres wunderschönen Landkreises“, so Winkelmaier. Stephanie Hartmann-Erdal stellte ihre Motivation zur Kandidatur in den Mittelpunkt ihrer Rede und umriss einige Punkte für den Landkreis, die ihr wichtig sind. „Ich stehe heute nicht hier vorne, weil ich eine politische Karriere geplant habe. Ich bin hier, weil ich in meinem Leben früh gelernt habe, Verantwortung zu übernehmen – und Entscheidungen zu treffen. Für meine Eltern, für meine Kinder, für Mitarbeiter und die Zukunft meiner ganzen Familie.
Ich habe früh lernen müssen, wie wichtig es ist, Dinge zu regeln, statt sie nur zu diskutieren. Deshalb bin ich sehr lösungsorientiert und nicht problemverliebt. Ich entscheide klar, handle mit Überblick und stehe immer zu meinem Wort. Ich will Landrätin werden, weil ich sehe, wie sich der Ton in der Politik verändert. Weil Härte, Pauschalisierungen und Angstmacherei den Diskurs vergiften. Weil Hilfen für Schwache zunehmend, als „Kostenfaktor“ behandelt werden. Und weil ich nicht zusehen will, wie die Politik das Vertrauen der Menschen verspielt“, so Hartmann-Erdal. Sie stehe voll hinter der Seilbahn am Ochsenkopf. Das Fichtelgebirge sei eine Tourismusregion und voll und ganz davon abhängig.
„Solche Projekte können die Fichtelgebirgsgemeinden nicht alleine schultern und daher ist es gut und richtig, dass der Landkreis hier zur Seite steht. Und letztlich profitiert der gesamte Landkreis, wenn ein Projekt in einer Region Arbeitsplätze schafft oder Tourismus anzieht. Dann wirkt das auf uns alle“. Gleichzeitig dürfe aber nicht übersehen werden, dass auch andere Kommunen im Landkreis vor großen Herausforderungen stünden. Diese Orte hätten genauso Anspruch auf Unterstützung, auf Impulse, auf Entwicklung. Der Landkreis könne und dürfe nicht in Himmelsrichtungen zerfallen. „Wir gehören zusammen. Und wir profitieren alle von Investitionen – egal ob sie in Fichtelberg, Mistelbach, Gefrees oder Speichersdorf stattfinden.
Deswegen müssen wir schon auch gemeinsam überlegen und prüfen, ob die Gründung eines Zweckverbandes zur Förderung des Tourismus und des Wintersports im südlichen Landkreis als Äquivalent zum Zweckverband im Fichtelgebirge ein machbarer und gangbarer Weg sein könnte“. Auch die Zukunft des Klinikums, die Mobilität im ländlichen Raum, die Seniorenpolitik, das RIZ und die Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Fläche waren Teil ihrer Ausführungen.
Natürlich müsse man auch immer die Finanzen im Blick behalten. Diese sähen nicht nur im Landkreis Bayreuth nicht gerade rosig aus. „Ja, wir haben einen Konsolidierungshaushalt. Aber ich sage klar: Sparen ja, aber nicht bei denen, die Unterstützung brauchen. Nicht bei Familien, nicht bei Pflege, nicht bei Jugendhilfe und Kultur. Es gibt Förderprogramme, interkommunale Kooperationen, digitale Verwaltungsoptimierungen. Wir müssen diese Chancen aktiv nutzen. Wir müssen hier in Zukunft mehr lenken, priorisieren und vorausschauen. Denn Sparpolitik darf auf keinen Fall zu sozialer Kälte führen“, so Hartmann-Erdal.
Gemeinsam mit der Kreisvorsitzenden Silke Winkelmaier betonte sie in ihrem Schlusswort, dass man nur gemeinsam gewinnen könne. „Wir haben nicht nur eine starke Liste von Kandidatinnen und Kandidaten, wir haben ein starkes Team, das den gesamten Landkreis Bayreuth widerspiegelt. Nur gemeinsam können wir den Landkreis in eine Zukunft führen, die den aktuellen Status mit finanziellen Herausforderungen, trennenden Haltungen und Vorwürfen und populistischen Wind von rechts überwindet und für uns, unsere Kinder und Kindeskinder lebenswert macht“.
Claudia Stapelfeld ist zum vierten Mal in Folge zur Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Creußen gewählt worden. Auf der Jahreshauptversammlung wurde die Verwaltungsfachangestellte einstimmig wiedergewählt. Die anwesenden Mitglieder bestätigten Günther Schäffler in seinem Amt als stellvertretenden Vorsitzenden und Johannes Kasel als Kassier sowie Marion Walter als Schriftführerin. Als Revisor wurden Mike Stapelfeld und Stefan Koch im Amt bestätigt. Außerdem fanden Delegiertenwahlen für den Kreisverband Bayreuth-Land, den Unterbezirk Bayreuth sowie für die Aufstellungskonferenz zur Kommunalwahl 2026 statt.
Es folgten Tätigkeitsberichte aus dem Ortsverein und aus der Stadtratsarbeit. Ferner trug der Kassier seinen Kassenbericht 2024 und die Schriftführerin das letztjährige Protokoll vor.
Die Vorstandschaft wurde entlastet.
Nach den Berichten des Vorstandes folgte dessen Entlastung, bevor es zu den Neuwahlen kam. Für den SPD-Ortsverein Creußen ist Claudia Stapelfeld als Beisitzerin sowie Johannes Kasel als Revisor im Kreisverband Bayreuth-Land vertreten. Nach den Vorstandswahlen stellte sich Stephanie Hartmann-Erdal als Landratskandidatin für die SPD vor.
Krankheitsbedingt minimierte Teilnehmer, aber nichts desto trotz wurden in und um Creußen, auch an den Gewässern, wieder zahlreiche Säcke mit Unrat, der achtlos weggeworfen wurde, gefunden. Neben Flaschen und Kaffeebechern wurden auch Bestandteile eines Holzschranks gesammelt. Vielen Dank an alle Helfer, besonders an unseren fleißigen jüngsten Sammler!